Kaffee-Wissen
Bohnen & Crema
Die Bohne macht den UnterschiedVon der Sorte über die Ernte bis zur Röstung: Was wirklich in deiner Tasse landet. |
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Arabica oder Robusta? Die zwei GigantenEs gibt weltweit über 100 verschiedene Kaffeearten (darunter auch Exoten wie Liberica oder Excelsa), aber Arabica und Robusta machen über 98 % des Weltmarktes aus. So unterscheiden sie sich:
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Aufbereitung: Wie die Kirsche zur Bohne wirdKaffee wächst als Frucht – ähnlich einer Weintraube oder Kirsche. Bevor die Bohnen (die Samen im Inneren) geröstet werden können, muss das Fruchtfleisch abgelöst werden. Hier gibt es zwei Hauptmethoden:
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Traditionelle TrommelröstungQualität & HandwerkDie Bohnen werden schonend in einer sich drehenden Trommel geröstet. Auch in großen Maschinen (die bis zu 2 Tonnen fassen) werden oft maximal 400 kg pro Durchgang geröstet. Der Prozess dauert je nach Sorte ca. 15 bis 25 Minuten bei moderaten 200°C bis 220°C. Die Bohnen haben Zeit, aggressive Säuren abzubauen und ihre komplexen Aromen vollständig zu entfalten. |
Industrielle HeißluftröstungMasse & GünstigHier zählt nur Geschwindigkeit. Bei großen Discountern werden die Bohnen teils vorab künstlich mit Aroma behandelt. Dann werden sie durch riesige Anlagen gejagt und mit bis zu 800°C bis 900°C heißer Luft in oft nur 2 bis 4 Minuten "schockgeröstet". Dabei verbrennen die Bohnen äußerlich schnell, sind im Kern aber noch fast roh. Die aggressiven Säuren (die oft auf den Magen schlagen) können in dieser kurzen Zeit nicht abgebaut werden. |
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Wie erkennt man industriell/günstig gerösteten Kaffee?
Schütte die Bohnen auf einen Teller. Bei günstigen Bohnen siehst du viele "Defekte": stark unterschiedliche Größen, viele zerbrochene Bohnen und vor allem unterschiedliche Farben (Röstgrade) in einer einzigen Packung. Manche Bohnen sind pechschwarz verbrannt, andere noch sehr hell. Auch kleine Steinchen oder Stöckchen verbergen sich oft in solch günstigen Chargen. |
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Meine Top 8 Kaffee-FavoritenHier sind absolute Top-Bohnen, bei denen Qualität, Röstung und Geschmack zu 100 % stimmen: |
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Warum "Billigkaffee" ein Alarmsignal ist (Deklarierung & Steuern)Wusstest du, dass Kaffee eines der ganz wenigen Lebensmittel in Deutschland ist, das von der Pflicht befreit ist, eine Nährwerttabelle auf der Verpackung abzudrucken? Das ist gesetzlich so geregelt. Viel spannender ist aber die Steuer: Auf jedes Kilogramm Röstkaffee erhebt der deutsche Staat eine Kaffeesteuer von exakt 2,19 €. Oben drauf kommt noch die reguläre Mehrwertsteuer.
Die Rechnung, die aufzeigt, warum Qualität ihren Preis hat:
Daher sind Kaffeesorten, die im Supermarkt für unter 15 Euro pro Kilo angeboten werden, mit äußerster Vorsicht zu genießen. Lass uns rechnen: Ziehst du von diesen 15 Euro die Kaffeesteuer (2,19 €), die Mehrwertsteuer, die Kosten für den extrem weiten Transport, die Röstung, die Verpackung und die Gewinnmarge des Supermarkts ab... was bleibt dann noch für die Kaffeebauern, die Aufbereitung und die eigentliche Bohnenqualität übrig? Fast nichts. Wer an der Kasse spart, spart unweigerlich an der Qualität in der Tasse – und unterstützt oft miserable Bedingungen im Anbau. |
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